Erhöhte Rekombination an Silizium-Oberflächen bei schwacher Beleuchtung durch H-induzierte Defekte
Insbesondere für Solarzellen aus kristallinen Silizium-Substraten hoher elektrischer Qualität ist der Einfluss der Si-Oberfläche auf den Wirkungsgrad von Si-Solarzellen von großer Bedeutung. An der Zelloberfläche ist die Kristallstruktur aufgebrochen. Daher sind dort viele Defekte vorhanden, welche als Rekombinationszentren für Ladungsträger wirken: Ein freies Elektron rekombiniert mit einem Loch bevor es am Kontakt ankommt und kann daher nicht zum elektrischen Strom der Zelle beitragen. Rekombination ist andererseits an diesen Defektzentren nur dann möglich, wenn sowohl ein Elektron als auch ein Loch verfügbar sind.
Zur Vermeidung von Rekombination an der Oberfläche wird Wasserstoff verwendet; damit lassen sich die aufgebrochenen Si-Bindungen absättigen, was zur Reduktion der Defektdichte führt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine Ladungträgersorte, z. B. Löcher, von der Oberfläche zu verdrängen, so dass den dort vorhandenen Elektronen kein Rekombinationspartner zur Verfügung steht. Dies kann beispielsweise durch Aufbringen von geladenen Dielektrika, wie SiNX (positive Ladungen) oder Al2O3 (negative Ladungen) realisiert werden.





