Emmerthal (RGo). Das Institut für Solarenergieforschung in Emmerthal (ISFH) ist mit einem Exponat auf einer Veranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit am Vorabend des 3. Oktober 2009 in der Deutschen Botschaft in Washington vertreten und wird dort eine neuentwickelte Technologie zur Produktion von Solarmodulen präsentieren.
In diesem Jahr ist Niedersachsen das offizielle Partnerland beim Empfang zur Deutschen Einheit am 2.10.2009 in der Deutschen Botschaft in Washington. Begleitend wird eine Ausstellung niedersächsischer Exponate unter dem Motto "Energieland Niedersachsen" gezeigt. Auf dem Empfang werden der Botschafter und der Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Christian Wulff, Grußworte sprechen. Zu diesem Empfang werden 2.500 Gäste erwartet.
Die ATLAS-Technologie (Auf-Laminat-Laserlöten), die ein Mitarbeiter des ISFH dort präsentiert, ist eine Entwicklung des ISFH in Zusammenarbeit mit der Firma REIS robotics. Mit Hilfe von ATLAS lassen sich Solarzellen extrem schonend zu Solarmodulen verarbeiten. Es fallen gegenüber dem heute üblichen Standardprozess eine Reihe von zwangsläufigen Handlingschritten der zusammengelöteten Solarzellenketten (Strings) weg, so dass mit dieser schonenden Technologie auch Maschinenkosten reduziert werden können.
Potenziell verringert sich mit dem Einsatz von ATLAS die Bruchrate der verarbeiteten Solarzellen, weil die Solarzellen kaum bewegt werden und immer auf einer frischen Laminationsfolie liegen. Der wesentliche Vorteil des "Auf-Laminat-Laserlötens" liegt jedoch in der gesteigerten Prozessgeschwindigkeit.
"Wir sind zuversichtlich, dass es demnächst möglich sein wird, mit diesem Konzept unsere Rückkontaktsolarzellen im Zwei-Sekundentakt auf dem Laminat zu positionieren und zu verlöten" freut sich Institutsleiter Professor Rolf Brendel, "denn damit kommen wir dem Ziel, Solartechnologie billiger zu machen, einen großen Schritt näher".
Standardtechnologien benötigen für die Verlötung von Solarzellen mehr als die doppelte Taktzeit mit einer Maschine.
