• Energetische Kennwerte: Die experimentell ermittelten Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasungen (U-Wert) zeigen eine gute Übereinstimmung mit den berechneten Werten unter Berücksichtigung von Wärmebrücken im Rahmen. Bei vergleichbaren Randbedingungen haben wir U-Werte zwischen 0,5 und 0,7 W/m2K bestimmt. Beide Ergebnisse entsprechen dem Dämmstandard konventioneller, aufbaugleicher 3-fach-Verglasungen mit denselben Low-e-Schichten und Gasfüllungen. Der in den Simulationen schon nachgewiesene vernachlässigbare Einfluss der Teildurchlässigkeit der Folie im Infrarot-Bereich wird damit bestätigt.
Bezüglich der solaren Gewinne wird eine sehr effektive Schaltung des Gesamtenergiedurchlassgrades (g-Wert) für direkte Strahlung erzielt, die den Erwartungen entspricht: 0,52/0,12 je nach Sonnenstand bei monatlichen Mittelwerten und 0,56/0,12 bei 5-Minuten-Mittelwerten, jeweils ersichtlich aus Abb. 42 und 43. Beim Jahresverlauf ist der starke Einfluss der Transmission für diffuse Strahlung zu erkennen (Abb. 42), die die Transmission für globale Strahlung im Winter reduziert und im Sommer erhöht, was charakteristisch für alle starren Sonnenschutzsysteme ist. Trotz der Dämpfung des saisonalen Effektes wird im Sommer fast die Hälfte der gesamten Einstrahlung im Vergleich zu einem System mit üblicher Winkelabhängigkeit der optischen Eigenschaften unter Annahme eines identischen g-Werts bei senkrechter Einstrahlung durchgelassen. Dies stellt einen erheblichen Vorteil im Bezug auf die Überhitzungsproblematik von TWDs dar.
Abb. 42: Experimentell ermittelte monatliche Mittelwerte des Gesamtenergiedurchlassgrades für direkte und globale Einstrahlung. Der Prototyp TWD 1 kombiniert low-e Scheiben mit erhöhter Transmission und Argon-Füllung.