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Produktionsprozesse

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AG "Produktionsprozesse"

Feinlinien Siebdruckmetallisierung

Die Vorderseite der Solarzellen wird typischerweise mittels Siebdruck von Silberpasten kontaktiert. Die Arbeiten fokussieren sich insbesondere darauf, die Breite der Fingerkontakte zu verringern, um somit die Abschattung der Zelle zu verringern und den Wirkungsgrad zu steigern bei gleichzeitig verringertem Silber Verbrauch. Aktuell steht hierbei die Verbesserung des Standardsiebdruckprozesses im Vordergrund sowie die Optimierung von Print-on-Print und Schablonendruck Verfahren mit Fingerbreiten kleiner 50 µm.

Feinliniensiebdruck am DEK Eclipse Drucker

Feinliniensiebdruck am DEK Eclipse Drucker

Selektiver Emitter

Für den Solarzellenwirkungsgrad ist es vorteilhaft, den Strom sammelnden Emitter auf der Vorderseite in verschiedenen Bereichen unterschiedlich stark zu dotieren, um somit einerseits einen guten elektrischen Kontakt der Metallfinger zu ermöglichen und anderseits die Ladungsträgerrekombination in den Zwischenfingerbereichen zu minimieren. In der Gruppe Produktionsprozesse werden verschiedene Herstellungsvarianten eines solchen selektiven Emitters entwickelt und auf den Standardprozess angewendet.

Nasschemische Prozesssierung von Silizium Wafern in der RENA Batch Lab Anlageclipse Drucker
Nasschemische Prozesssierung von Silizium Wafern in der RENA Batch Lab Anlage

Rückseitenpassivierung

Bei heutigen Industriesolarzellen wird die Rückseite vollflächig mit Aluminium metallisiert. Das sogenannte PERC (Passivated Emitter and Rear) Zellkonzept verwendet dagegen eine dielektrische Rückseitenpassivierung, bei der die Zellrückseite nur noch lokal durch das Aluminium kontaktiert wird. Diese modifizierte Zellrückseite verringert die Ladungsträgerrekombination und verbessert gleichzeitig die Optik der Solarzelle, welches erhebliche Wirkungsgradsteigerungen ermöglicht. In Zusammenarbeit mit Industriepartnern werden kostengünstige Prozesse entwickelt, um das vielversprechende PERC Zellkonzept aus dem Labor in die Industrie zu überführen.

SINGULAR SiN-Beschichtungsanlage im ISFH Technikum
SINGULAR SiN-Beschichtungsanlage im ISFH Technikum

Hochratenaufdampfen von Aluminium

Eine alternative zur Metallisierung mittels Siebdruck ist das Aufdampfen von Aluminium. Die besseren elektrischen Eigenschaften von reinem, aufgedampftem Aluminium können den Materialverbrauch gegenüber den üblichen Siebdruckpasten um bis zu 90% reduzieren und somit potentiell die Herstellungskosten senken. Im Fokus stehen hier die Entwicklung eines produktionstauglichen Anlagenkonzeptes sowie die Lötfähigkeit der Aluminiumschichten für die spätere Modulverschaltung zu erzielen.

Probenentnahme an der Aluminium Aufdampfanlage ATON

Probenentnahme an der Aluminium Aufdampfanlage ATON

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